Blogger: Wer dachte vor zehn, fünfzehn Jahren daran, dass man damit mal richtig viel Geld machen könnte oder sogar zum Superstar wie Perez Hilton oder Arianna Huffington avancieren kann?

Heute sind Blogs ein fixer Bestandteil unserer Medienwelt und Informationskanäle geworden. Ob Restaurantkritik, Gesundheitstipps, Vorort-Reportage an sozialen Brennpunkten: Blogger sind vorne mit dabei. Und können mit ihrem Schaffen nicht nur die Modetrends von morgen mitgestalten, sondern einen massiven Einfluss auf politische und gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen ausüben.

Was Blogger alle gemeinsam haben ist ein ausgeprägter Sinn für Demokratie: Gleiche Information für alle, gleiche Chancen für alle. Und den Drang, ihre Welt aktiv mitzugestalten und mitunter (positiv) zu verändern.

Bloggen für eine bessere Welt

Wie etwa meine liebe Freundin Nunu Kaller, die ich im echten Leben viel zu wenig oft sehe (vielleicht weil wir uns zwar altersmäßig im gleichen, aber lebensphasenmäßig in unterschiedlichen Jahreszeiten bewegen – Nunu: Frühling, ich: Spätsommerherbst-mit-Kinderhusten?). Also Nunu ist eigentlich eine Blog-Veteranin und hatte schon unzählige Blogs, diese dann auch wieder eingestampft, nur um in ihrem aktuellen (und mittlerweile sehr erfolgreichen) Projekt mit voller Begeisterung aufzugehen: Mit ihrem Blog „Ich kauf‘ nix“ und der Entscheidung, ein Jahr lang keine Kleidung und Schuhe zu kaufen, hat sie den Zeitgeist unserer Generation getroffen. Aus einem Selbstversuch wurde eine Bewegung, ein Statement für faire Produktion und mündige Konsumenten. Mittlerweile ist ihr Blog auch in der analogen Welt in Buchform angekommen.

Was ich mit diesem kleinen Exkurs zeigen möchte: Wenn du etwas zu sagen hast, wenn du eine Idee hast, die anderen Menschen helfen kann – Backrezepte für alle Mamis mit zwei linken Händen, Massagetechniken für gestresste Hunde, Tipps zur Gründung einer Selbsthilfegruppe oder eine packende Geschichte aus dem Sozialbau nebenan – dann schreib‘ sie auf! Du musst dafür kein Schriftsteller sein. Wenn du von einer Idee getrieben bist, dann kommt der Rest von selbst.

Und schließlich kann es dir passieren, dass mehr Leute deine Worte lesen werden, als du je gedacht hast. Menschen werden dich auf Parties darauf ansprechen, vielleicht sogar mal auf der Straße (kommt auf die Qualität deines Profilfotos an :D). Sie werden dir danken, für deine aufmunternden Worte, für den Anstoß, ihre Ernährung umzukrempeln, für die amüsanten Stunden, die ihnen deine Blogeinträge regelmäßig bescheren.

Wir basteln uns einen Blog

Wie kommst du also zu deinem eigenen Blog? Nun, es gibt zig Tools zum Erstellen und Verwalten eines Weblogs. Ich bin mir sicher, die meisten davon sind sogar Dummie-approved. Als persönliche Empfehlung kann ich jedenfalls WordPress jedem Blog-Neuling ans Herz legen. Sogar als technisches Nackerpazi hab‘ ich das System mit ein bisschen Übung bald gecheckt.

Und wenn erst mal alles eingerichtet ist und das Ding läuft, dann steht dem nächsten Blogstar nichts mehr im Weg.

PS: Ich selbst benutze für meinen Blog WordPress.org statt .com, weil meine Seite auf einem anderen Host-Server liegt und ich sie damit besser bearbeiten kann. Fotografen empfehle ich in Kombination dazu ProPhoto: Website, Portfolio und Blog in einem. Super Service, großartige Designs und ganz viel Gestaltungsfreiheit!

PPS: Nein, weder Nunu Kaller, noch WordPress oder ProPhoto bezahlen mich für diesen Eintrag – ich teile einfach nur gerne mein Wissen mit euch 🙂 Ganz nach guter alter Blogger-Manier.

2 thoughts on “Das perfekte Blogrezept”

  1. FRÜHLING?! 😀 😀 😀 Das war der Lacher des Abends, Frühling, hihi! Ich bin grad erst aus einer richtig grimmig grauslichen Eiszeit draußen, auf den Frühling wart ich grad doch recht händeringend. Aber hast recht, am Horizont sind schon so einige Sonnenstrahlen aufgetaucht 😉

    Und den Spätherbst kannst auch stecken lassen, hübsche Frau!

    Danke fürs Vorstellen, verlinken, überhaupt! Und vielleicht schaffmas ja mal!

    1. Mit Frühling war nicht die meteorologische Jahreszeit gemeint, sondern eher die eigene. Da gab’s vor Kurzem mal einen Artikel dazu in der ZEIT, den fand ich sehr gut. Bloß keine Ahnung wo der ist 😉 Frühling ist Aufbruchstimmung, Vorbereitung, Sommer sehr aktiv, Herbst die Zeit der Ernte und Winter die Zeit der Ruhe, der Leere, aber auch der Regeneration. Das wiederholt sich immer wieder, hat also nichts mit dem Herbst als Symbol für die Menopause zu tun 😀

      Verlinkung, immer gerne, zu einer so tollen Bloggerin und quasi Vorbild! Let’s meet up soon xxx

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